Ettlingen: Entdeckungen mit dem Fahrrad

Bislang bin ich noch in keinem „Ibis Styles Hotel“ gewesen – bei meinem jetzigen Aufenthalt in Ettlingen ist es also eine richtige Premiere. Ettlingen habe ich mir zum einen auf Grund des Hotelpreises, als auch der Stadt ansich ausgesucht. Ich habe immer mal wieder von Ettlingen gehört und auch, dass es hier ein schönes Schloss geben soll. Man muss ja sehen, dass man sich am Abend beschäftigen und was unternehmen kann 🙂

Nach meiner Ankunft gegen 17:00 Uhr am Nachmittag, bin ich sehr freundlich im Ibis Styles Hotel in Ettlingen bei Karlsruhe empfangen worden – wieder gab es den obligatorischen Getränkegutschein für die Stammkunden und die Zimmerkarte – Nr. 212.
Das Zimmer wurde mir mit dem Hinweis – „extra ruhig“ – übergeben. Da hatte die Dame an der Rezeption wirklich Recht. Das Zimmer geht nach hinten raus, wo sich eine Art Wohngebiet befindet. Auf der anderen Seite vom Gang schaut man direkt auf die Hauptstraße, hier sollte also drauf geachtet werden.
Das Zimmer im „Styles-Konzept“ von Ibis ist erfrischend fröhlich und farbenfroh gestaltet – ich bin sehr angenehm angetan. Man hat einen kleinen Tisch mit Steckdosen zum arbeiten, einen Waschbereich im Zimmer, welcher durch einen offenen Schrank abgetrennt ist. Das Waschbecken hat eine tolle Höhe, was mir als 1,93m Mensch direkt auffällt. Das einzige was hier räumlich abgetrennt ist, ist die Toilette – zum Glück!
Auch neben dem Bett findet man direkt Steckdosen, genauso am Waschbecken. Hier hat man, im Gegensatz zu den normalen Ibis Hotels, mitgedacht und die Anzahl der Steckdosen auf den heutigen Bedarf der Reisenden angepasst. Handys, Laptops, etc…. da kommt schon was zusammen.
Ich bin auf andere Ibis Styles Hotels gespannt – bis jetzt bin ich echt begeistert. Zwar ist kein Restaurant vorhanden, dafür ist das Frühstück inklusive und die Tiefgarage mit 8 EUR/24 Stunden wirklich sehr preiswert.
Eine Sache hat mich aber komplett begeistert: es werden kostenlos Fahrräder zum Ausleihen angeboten. Das finde ich eine tolle Abwechslung und Möglichkeit damit die Umgebung zu erkunden – das habe ich auch direkt gemacht!

Die Fahrräder zum Ausleihen sind allesamt „Gazellen“ und in giftgrün, die Farbe von Ibis Styles, gestrichen. Insgesamt stehen hier vier Farräder zur Verfügung, für welche man an der Resezption einen Schlüssel bekommt. Ein toller und unkomplizierter Service!
Ich habe mich also mit einem solchen Drahtesel ausgerüstet und bin die Karlsruher Strasse (da ist das Hotel) in Richtung Stadt, bzw. Schloss gefahren. Immer mal wieder habe ich angehalten und auf meinem Handy bei google maps meinen aktuellen Standort gecheckt, damit ich nicht zu weit fahre. Beim letzten Check war ich dann schon ca. einen Kilometer an der Stelle vorbei, wo ich eigentlich in Richtung Schloss abbiegen wollte. Wenn man selber nicht mitdenkt, bringen also die tollsten Apps nichts! Also umdrehen!
Durch meinen Umweg habe ich aber widerum einen wirklich netten Park entdeckt: den Horbachpark. Eine schön angelegte Anlage mit einem See, wo sich ein paar Herren mit ferngesteuerten Booten vergnügten, einige Jogger meinen Weg gekreuzt haben und Familien mit Kindern das schöne Wetter für einen Besuch auf dem Spielplatz nutzen.
Nach einigen Metern im Park habe ich mich in einem Wohngebiet wiedergefunden. Eine sehr nette Familiengegend mit schönen Ein- und Mehrfamilienhäusern, dass man sich hier wohlfühlt, kann ich irgendwie nachvollziehen.

Endlich bin ich am Schloss von Ettlingen angekommen – und ein wenig enttäuscht, irgendwie habe ich es mir größer vorgestellt. Diese Tatsache ändert jedoch nichts daran, dass es ein tolles Gebäude ist – ich mag Schlösser und Burgen, da ist immer eine sehr spezielle Stimmung und man spürt die Geschichte die hinter diesen Bauwerken steckt.

Da ein Besuch vom Schloss um die Uhrzeit nicht mehr möglich war, bin ich weiter in Richtung Ortskern, welcher sich unmittelbar dem Schlosseingang anschließt. Die Marktstraße führt einen an Fachwerkhäusern und Restaurants direkt zum Marktplatz mit Rathaus und dem dazugehörigen Rathausturm. Nach einer Runde durch den Altstadtteil jenseits der Alp, an der Kirche St. Martin vorbei und durch die kleinen Gassen abseits der Hauptstrasse, mache ich mich auf die Suche nach etwas zum Abendessen.
Im Restaurant „La Cubanita“ an der Rastatter Strasse finde ich einen sonnigen Platz, wo mir sogleich die freundliche Bedienung die Karte bringt. Das Restaurant ist – wie auch anders zu vermuten – ein TexMexm Lokal und bietet die ganze Palette der typischen TexMex Gerichte. Mir ist aber nach etwas Frischem und ich bestelle einen Salat mit Fingerfoodbeilage sowie ein großes Bier.
Sowohl das Bier als auch das Essen kommen verdächtig schnell. Leider schmeckt der Salat auch genau so… ich möchte hier nicht viel Worte verlieren, außer dass ein Klecks Dressing obendrauf war, neben den verlorenen Tomaten und Radieschen war nur naß, triefender Eisbergsalat auf dem Teller – das Fingerfood war in Ordnung, hier kann man jedoch auch nicht viel falsch machen.
Der Kellner hat sich entschuldigt, es wären die Aushilfskräfte in der Küche die den schlechten Job machen… ein tolles Klima scheint unter den Mitarbeitern auch nicht zu herrschen.

Am nächsten Abend beschließe ich mich ein wenig zu bewegen, ich habe lange im Auto gesessen. Dadurch, dass Ettlingen relativ klein ist, kommt man schnell auf Feldwege wo man wunderbar in Ruhe ein Runde joggen gehen. Ich genieße es, herrlich!
Nach der erfrischenden Dusche mache ich mich gegen 18:30 Uhr mit der S-Bahn auf den Weg nach Karlsruhe. Die Haltestelle „Ettlingen Wasen“ ist ca. 10 Gehminuten vom Hotel entfernt, von wo aus mich die Bahn in rund 20 Minuten zur Kaiserstraße, in der Innenstadt von Karlsruhe, bringt.

Ich steuere nun direkt zum Schloss von Karlsruhe. Die Sonne steht schon tief und der ganze Schlossplatz ist in ein wunderschönes, leicht goldenes Licht getaucht. Ich gehe dort ein wenig spazieren, genieße die Abendsonne und versuche mit meinem Handy ein paar ansehnliche Bilder dieser traumhaften Kulisse zu schießen.
Da die Stadt Karlsruhe dieses Jahr ihren 300. Geburtstag feiert ist überall etwas los. Hinter dem Schloss sind Kunstinstallationen, eine Ansammlung von Buden zum Essen und Trinken und jeden Abend um 21:00 Uhr findet am Schloss eine Light-Show statt, welche ich mir nach einem Dönerteller auch anschauen werde.
Die Show beginnt pünklich und haut mich schon nach den ersten Moment total aus den Socken. Unglaublich, was man mit Licht alles machen kann. Das komplette Schloss wird als Leinwand genommen und mit den Umrissen des Bauwerks wird gespielt. Die Stadtgeschichte rauscht in Bildern an einem vorbei, berühmt Persönlichkeiten scheinen zum Leben erweckt worden zu sein. Ein Schauspiel was man nicht in Worte fassen kann – wirklich einmalig!

Nach diesem wirklich schönen Abend in Karlsruhe bin ich wieder mit der S-Bahn nach Ettlingen zurückgefahren und habe damit den zweiten und letzten Abend in Ettlingen/Karlsruhe verbracht.

Als Fazit kann ich sagen, dass sich Ettlingen absolut zum Anschauen lohnt. Eine nettes Städtchen mit alten Häusern wo man die Geschichte spürt. Bei Karlsruhe interssiert mich auf jeden Fall noch mehr – dieses Mal habe ich ja nur das Schloss gesehen, vielleicht ergibt sich ein anderes Mal eine weitere Gelegenheit.

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